Trudy gibt auf Instagram einen kleinen Khoekhoegowab-Basiskurs — kostenlos, für alle, die die Sprache hinter Khoen Ti Khoen einmal hören wollen. (Weiter unten ⬇️ )
Die Menschen dahinter
Tipp auf ein Bild — dann erzählen wir kurz, wer wir sind und woran wir gerade arbeiten.
Mama Alida
Alida Swartz hat 1989 angefangen, Kinder aufzunehmen, für die sonst niemand da war. Aus ihrem eigenen Haus wurde daraus Love Your Neighbor.
Sie entscheidet, was vor Ort gebraucht wird — nicht wir. Platzhaltertext, bitte ersetzen.





Tochter Trudy
Trudy ist Alidas Tochter und die, bei der es konkret wird: Hausaufgaben, Streit schlichten, Sockenmuster mit den Kindern durchgehen.
Sie spricht Khoekhoegowab und teilt auf Instagram einen kleinen Basiskurs. Platzhaltertext, bitte ersetzen.






Hendrik
Produktion, Marketing und die Verbindung nach Namibia.






Selina
Selina ist eigentlich Lehrerin. Sie fand die Idee mit den Socken von Anfang an großartig — und hat erst einmal in ihrem eigenen Umfeld viele verkauft.
Daraus wurde das Vertrauen, tiefer mitzuarbeiten: Heute kümmert sie sich von Kassel aus um Bestellungen, Fragen und Versand.





28 Kinder, 6 Erwachsene, 1 Haus in Windhoek
Die Gegend ist laut, eng und nicht sicher. Durch den Zaun wird regelmäßig eingebrochen, die Kinder können nicht allein zur Schule gehen — jeden Morgen muss jemand mit.
Mitten darin steht ein Haus, in dem 28 Kinder und sechs Erwachsene zusammenleben. Zusammengehalten wird es von Mama Alida, die dort seit dreißig Jahren eine Vorschule für die Nachbarschaft betreibt — oft fast kostenlos. Über sie finanziert sich die Einrichtung.
Die Crew von links nach rechts: Onkel Dantago, Mama Alida und Sister Trudy
Khoen Ti Khoen
Wir sind alle eins.
So heißt das Projekt, und der Name kommt nicht von uns – Sister Trudy hat ihn vorgeschlagen. Er stammt aus dem Khoekhoegowab, der Sprache der Familie in Windhoek, und bedeutet sinngemäß genau das: wir sind alle eins.
LoveYourNeighbor ist das Waisenhaus, das die Familie 1989 gegründet hat. Die Initialen LYN sind in den Bund der ersten Edition eingestrickt — als Zeichen für das Haus, aus dem die Designs kommen.
Alles begann mit einer Instagram Story
Vor drei Jahren war ich zum ersten Mal in Namibia. Ein Freund lud mich ein verschiedene Kinderzentren zu besuchen. Bei einem bin ich hängen geblieben.
Innerhalb von 48h und ein paar Instagram Stories, kamen knapp 600€ zusammen. Davon haben wir Matratzen gekauft, Kleidung und Essen.
Das Essen war nach der ersten Woche weg. Die Matratzen sind geblieben.. vorher haben die Kinder auf dem Boden geschlafen.
Die Arbeit in Windhoek
Es war nie: Da kam ein weißer Mann aus Europa und hat Geld dagelassen. Wir sind Freunde und bauen zusammen etwas auf, dass uns mit Sinn füllt.
Neben dem LoveYourNeighbor Projekt ist die Windhoek CleanUp Initiative entstanden. Es geht darum, im Vorhandenen einen Wert zu finden — über ein Punktesystem wird aus gesammeltem Müll ein Einkauf. Nicht auf Hilfe von außen angewiesen sein.
Außerdem retten wir jede Woche etwa 500 Kilo Gemüse, welches die Supermärkte in Windhoek nicht mehr verkaufen können – Das verteilen wir an Kinderzentren weit über unser Waisenhaus hinaus.


Was bisher geschah
Eins nach dem anderen und immer das, was im Moment am wertvollsten war.
Ein Jahr Miete bezahlt
Der Auftakt der Zusammenarbeit mit dem LoveYourNeighbor-Waisenhaus im Sommer 2024. Die Jahresmiete wurde vollständig übernommen — gesammelt beim Juni-Retreat in Deutschland.
Mauer gebaut
Um das Haus vor Einbrüchen zu schützen und mehr Privatsphäre zu geben, haben wir eine Mauer um das Gelände gebaut.
Jungle Gym auf dem Gelände
Aus Holzstämmen haben wir mit den Kindern einen kleinen Outdoor Fitnesspark auf dem Gelände gebaut
Elton und Banonie gehen wieder zur Schule
Sie waren die einzigen beiden der 28 Kinder, für die das Schulgeld nicht reichte. Wir konnten für beide sechs Monate bezahlen.
Neue Reifen für den Pick-up
In 72 Stunden über die Community zusammengekommen. Seitdem muss die Familie auf dem Weg zur Schule nicht mehr riskieren, angehalten zu werden.
Sechs Monate Sicherheitsdienst
Weil ständig durch den leichten Zaun eingebrochen wurde. Getragen von der Healing Circle Community in Kassel — genug Ruhe, um die Mauer weiterzubauen.
Wasserfilter
Eine Anlage, die das Leitungswasser der Stadt per Umkehrosmose reinigt und anschließend remineralisiert.
Neue Küche
Die Küche musste dringend renoviert werden, damit es gesundes Essen und sauberes Trinkwasser für die Kinder gibt.
KidsCorner auf dem Wochenmarkt
Selbstgemachtes Wassereis, Spiele und Malen — die Kinder haben ihre eigene Ecke auf dem Wochenmarkt bespielt.
CleanUps
Was mit kleinen CleanUps mit der Familie begann, ist heute eine stadtweite Bewegung.
Gemüse und Obst
Wir haben das Waisenhaus in unsere wöchentlichen Gemüserettungen integriert.
Dorotheas Abschlussball
Dorothea ist das erste Kind des Waisenhauses, das die Schule abgeschlossen hat. Outfit, Kosmetik und Teilnahmegebühr wurden übernommen — und die anderen Kinder haben gesehen, dass es sich lohnt.
Warum ich das mache
Ich habe vorher eine Merchandise-Agentur aufgebaut und hätte sie weiter ausbauen können. Sie hat mich in dem Moment nur nicht mehr begeistert. Also habe ich die Stiftung gegründet und in Kauf genommen, weniger zu verdienen.
Ehrlich gesagt gab es Momente echt großer Ehrfurcht. Nicht, weil ich gezweifelt habe, ob es der richtige Schritt ist — da war ich mir sicher. Sondern weil mir klar wurde, dass ich es wirklich tue: meine Energie in etwas stecken, das kein Geld bringt und voll im Vertrauen zu sein, dass es okay ist.
Und dann kamen die Socken
Wir bringen Malvorlagen ins Kinderzentrum und setzen uns eine Stunde zusammen hin. Musik läuft, alle malen, wer will macht mit. Am Ende liegen rund sechzig Zeichnungen auf dem Tisch. Die Community wählt gemeinsam aus, wir digitalisieren, lassen Muster produzieren, geben frei.
Queen hält ihre eigene Zeichnung als fertige Socke in der Hand.
Die erste Charge waren 400 Paar in zwei Designs, Queen und Clifton, je in 36–41 und 42–47. Ich habe sie privat vorfinanziert, nicht aus Stiftungsmitteln. Der Worst Case wäre gewesen, dass ich sie selbst trage. Nach vier Monaten waren sie weg.
Die nächste Auflage ist deutlich größer. Und das ist der Punkt, an dem aus einem Projekt ein Unternehmen wird: Die Kinder sind der kreative Teil, ich der Marketingteil. Keine Almosen, sondern eine faire Arbeitsteilung und Vergütung an die Familie.
Wer das hier macht
Mama Alida hält in Windhoek alles zusammen. Sie entscheidet, was vor Ort gebraucht wird — nicht wir.
Selina ist eigentlich Lehrerin. Sie kam dazu, weil sie das Projekt überzeugt hat — wir kennen uns aus meiner Heimatstadt. Sie kümmert sich um die Kundenkommunikation und die Abwicklung und hat vorher schon selbst eine Menge Socken verkauft.
Hendrik — das bin ich. Produktion, Marketing und die Verbindung nach Namibia.
Die Kinder machen die Designs. Ohne sie gibt es kein Produkt.
Wohin das geht
Das Ziel ist nicht mehr Geld. Das Ziel ist der Umzug.
Die Familie soll in eine ruhigere, sicherere Gegend ziehen. Der jetzige Ort bleibt bestehen und wird zum Community-Zentrum: Mama Alidas Vorschule läuft weiter, dazu kommen Suppenküche, Gemeinschaftsgarten, Lernzentrum. Man fährt hin, macht die Arbeit — und kommt abends in Ruhe nach Hause.
Dafür brauchen wir 1.000 € im Monat. Nicht einmalig. Jeden Monat, verlässlich, damit die Rate für das neue Haus steht. Genau deshalb verkaufen wir ein Produkt und sammeln keine Spenden: Ein Produkt, das gekauft und getragen wird, hört nicht auf.
Was du wissen solltest
3 € von jedem verkauften Paar gehen an die Familie. Fest einkalkuliert, nicht das, was übrig bleibt — auch im Bundle, auch im Angebot. Rabatte gehen von unserer Marge ab.
Empfänger ist die Khoentikhoen CC in Namibia, der wirtschaftliche Arm des Waisenhauses. Wir überweisen monatlich gesammelt.
Eine Spendenquittung gibt es nicht, und das sagen wir offen: Die 3 € sind Teil des Kaufpreises, keine Spende im steuerlichen Sinn.
Was bei uns bleibt, steht in der Kalkulation. Neben Produktions-, Lager- und Werbekosten sind 2 € pro Paar als Kompensation für das Team eingeplant — damit das Projekt Zeit bekommt und nicht wieder liegen bleibt. Darüber hinaus wird nichts ausgeschüttet. Bleibt in einem Monat etwas übrig, geht es zusätzlich an die Familie oder zurück ins Projekt.
Mach dir selbst ein Bild
Wir dokumentieren laufend, was in Windhoek passiert auf Instagram
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